

Eine Vision, die Wirklichkeit wurde.
Geschichte
Geschichte




Pionierarbeit mit einer klaren Vision
Als Eva Gerber im Jahr 1995 die kispex Kinder-Spitex Kanton Zürich gründete, verfolgte sie eine klare Überzeugung: Kinder sollen trotz Krankheit in ihrem vertrauten Zuhause gepflegt werden können. Die Betreuung im häuslichen Umfeld bedeutet für das Kind und seine Familie mehr Geborgenheit, stärkt den Familienalltag und verbessert die Lebensqualität.
Was damals visionär war, ist heute ein unverzichtbarer Bestandteil der Gesundheitsversorgung. Die Pflegefachpersonen der kispex begleiten heute akut und chronisch kranke Kinder und Jugendliche im gesamten Kanton Zürich – bei Bedarf auch in palliativen Situationen.
Von der Idee zur etablierten Organisation
Die ersten Jahre waren geprägt von grossem Engagement, Idealismus und viel persönlichem Einsatz. Besprechungen fanden am Küchentisch statt, eigene Büroräume gab es noch nicht. Das kleine, motivierte Team leistete echte Pionierarbeit und legte damit den Grundstein für die kontinuierliche Entwicklung der Organisation.
Gemeinsam mit den Familien
Von Anfang an standen die Familien im Mittelpunkt. Die Eltern sind bis heute wichtige Partnerinnen und Partner in der Betreuung ihrer Kinder. Sie kennen deren Bedürfnisse am besten und übernehmen einen grossen Teil der täglichen Pflege. Die enge Zusammenarbeit zwischen Familien und Pflegefachpersonen bildet deshalb bis heute das Fundament der Arbeit der kispex.
Spezialisierte Pflege zu Hause
Mit dem medizinischen Fortschritt wurden im Laufe der Jahre immer mehr komplexe Behandlungen im häuslichen Umfeld möglich. Heute betreut die kispex unter anderem Kinder und Jugendliche mit Beatmung, Peritonealdialyse (Bauchfelldialyse) oder einem zentralen Venenkatheter (ZVK). Dadurch können viele junge Patientinnen und Patienten trotz intensiver medizinischer Betreuung in ihrer gewohnten Umgebung leben.
Herausforderungen und Zusammenhalt
Die Finanzierung dieser hochspezialisierten Pflege war seit der Gründung eine grosse Herausforderung. Im Jahr 2003 geriet die kispex durch massive Tarifkürzungen der Invalidenversicherung in eine existenzielle Krise.
Die Gründung des Gönnervereins kispex wurde zum entscheidenden Rettungsanker und sicherte das Weiterbestehen der Organisation. In den folgenden Jahren konnten mit den meisten Gemeinden des Kantons Zürich Leistungsvereinbarungen abgeschlossen werden, welche die Restfinanzierung der Pflege mittragen.
Trotz dieser wichtigen Unterstützung ist die kispex bis heute auf Spenden angewiesen, um ihr umfassendes Angebot für Kinder, Jugendliche und ihre Familien sicherstellen zu können.
Kontinuierliche Weiterentwicklung
Die kispex entwickelt ihr Angebot laufend weiter. Neben der somatischen Pflege, die seit der Gründung zum Kernauftrag gehört, bietet die Organisation seit 2023 auch spezialisierte psychosoziale Pflege an. Das Team Psychiatrie begleitet Kinder und Jugendliche mit psychischen Erkrankungen im häuslichen Umfeld. Seit 2026 ergänzt zudem das Team Autismus dieses Angebot und unterstützt betroffene Familien im gesamten Kanton Zürich.
Seit 1995 für Familien da
Aus einer mutigen Idee ist eine kantonal tätige Organisation geworden, die heute täglich Kinder, Jugendliche und ihre Familien begleitet. Was sich seit der Gründung nicht verändert hat, ist der zentrale Gedanke von Eva Gerber: Jedes Kind soll – wenn immer möglich – dort gepflegt werden können, wo es sich am sichersten und geborgendsten fühlt: zu Hause.